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E-Book

Das Romanwerk von Michel Houellebecq: moralistisches Spiel – spielerische Moralistik

Sandra Berger

Hinter dem Phänomen Houellebecq verbirgt sich mehr als nur ein Skandalautor. Sandra Berger zeigt dies in ihrer Untersuchung von Houellebecqs Romanwerk, indem sie die in den Romanen zur Darstellung kommenden Menschenbilder mittels zweier anthropozentrischer Zugriffe - Moralistik und Spiel - analysiert und somit die kritische Reflexion naturwissenschaftlichen Fortschritts offenlegt. Das Romanwerk Houellebecqs wird somit einerseits als eine produktive Auseinandersetzung mit der französischen Moralistik und besonders mit ihrem paradigmatischen Begründer Michel de Montaigne verstanden, die in der Ausbildung einer moralistischen Schreibweise ihren Ausdruck findet, und andererseits als Inszenierung eines auf der Idee des Schauspiels basierenden anthropologischen Verstehensmodells. Das Zusammenwirken dieser einander bedingenden Konzepte erlaubt es, gerade die Modellhaftigkeit der Romane im Hinblick auf die Konturierung des Menschen und seines posthumanen Nachfolgers herauszuarbeiten. Derart tritt der antizipatorische, die Abschaffung des Menschen durchaus kritisch reflektierende und eine eigene Deutungsmacht behauptende Charakter des Romanwerks auch und gerade im Verhältnis zu den modernen Naturwissenschaften deutlich zutage.

XII, 273 Seiten,
eISBN: 978-3-447-19329-0
Sprache: Deutsch
Ausgabe: E-Book
Fachgebiet(e): Geschichte/Kulturwissenschaften Erscheinungsjahr: 2015
Auflage: 1., Aufl.
Publisher: Harrassowitz Verlag
Reihe: culturae: intermedialität und historische anthropologie Band: 11

Format: PDF

Schlagwörter:

Europa Französischer Roman (des 20./21. Jahrhunderts) Gegenwartsliteratur Kulturwissenschaften Literaturwissenschaft Literaturwissenschaft, allgemein Moralistik Philosophie Philosophische Anthropologie Romanistik Spiel

Preis: 48,00 €

Preis inkl. ggf. anfallender Umsatzsteuer