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E-Book

Transferprozesse in spätantiken Rechtssystemen

Rezeption, Transformation und Rekontextualisierung von Rechtsbegriffen

Den weitverbreiteten Rechtssystemen der Spätantike, namentlich dem römisch-byzantinischen, zoroastrisch-sasanidischen, islamischen, rabbinischen und kanonischen (christlich-nestorianischen) Recht, ist gemein, dass sie differenzierte Fachsprachen mit einer Vielzahl von technischen Termini entwickelt haben. Im Rahmen dieser traditionsbezogenen Systeme üben Rechtsbegriffe meist eine stabilisierende Funktion aus, provozieren jedoch auch in ihrer historischen Entwicklung und in der reziproken Interaktion mit anderen Rechtssystemen Wissensbewegungen. In diesem Kontext wird vorgeschlagen, solche Prozesse als Transfers zu beschreiben.
Die Beiträge in diesem Band befassen sich mit Transferprozessen normativen Wissens in diesen Rechtssystemen und fokussieren dabei auf die Entwicklung und die Wirkweisen der in den juristischen Quellen gebrauchten Fachsprache. Anhand von konkreten Beispielen untersuchen die Autorinnen und Autoren endogene wie exogene Faktoren des Rechtstransfers von Begriffen, Ideen und Argumentationsmustern sowohl innerhalb der historischen Entwicklung eines Systems als auch im Wechselspiel der Rechtsordnungen.

VIII, 122 Seiten,
eISBN: 978-3-447-19683-3
Sprache: Deutsch
Ausgabe: E-Book
Fachgebiet(e): Christlicher Orient/Byzantinistik Geschichte/Kulturwissenschaften Erscheinungsjahr: 2018
DOI: https://doi.org/10.13173/9783447109116
Publisher: Harrassowitz Verlag
HerausgeberInnen: Iris Colditz; Benjamin Jokisch; Maria Macuch
Reihe: Episteme in Bewegung.: Beiträge zu einer transdisziplinären Wissensgeschichte Band: 10

Format: PDF

Schlagwörter:

Antike Byzantinistik Christlicher Orient Geschichte der Spätantike Iranistik Islamwissenschaft Judaistik Kirchenrecht Klassische Philologie Naher Osten Rechtsgeschichte Rechtsmethodik, Rechtstheorie und Rechtsphilosophie Rechtsvergleichung Sprache und Sprachwissenschaft Wissensgeschichte