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Transfer, Adaption und Neukonfiguration von Schrift- und Sprachwissen im Alten Orient

Die Kulturen des antiken Mesopotamiens und angrenzender Regionen werden mit Blick auf eine dort über mehrere Jahrtausende genutzte Schriftart auch als „Keilschriftkulturen“ bezeichnet. Die Verwendung der Keilschrift setzt in Südmesopotamien etwa um 3300 v.Chr. ein und reicht bis in das 2. Jahrhundert unserer Zeit. Im Laufe ihrer mehr als drei Jahrtausende umspannenden Überlieferungsgeschichte wurde die Keilschrift an mehr als ein Dutzend unterschiedlichster Sprachen angepasst; die bekanntesten sind Sumerisch, Akkadisch, Hethitisch, Hurritisch, Elamisch, Ugaritisch, Urartäisch und Altpersisch. Derartige Anpassungsprozesse basieren auf Bewegungen von Schrift- und Sprachwissen, die sich in Abhängigkeit von soziohistorischen und linguistischen Rahmenbedingungen sowie funktionellen Nutzungskontexten der Schrift vollzogen.
Der von Eva Cancik-Kirschbaum und Ingo Schrakamp herausgegebene Band führt in die Thematik ein und beschreibt anhand diachroner und diatoper Fallstudien aus drei Jahrtausenden keilschriftlicher Überlieferung derartige Bewegungen von Schrift- und Sprachwissen.

X, 522 Seiten, 7 Abb., 5 Tabellen, 6 Tafeln
eISBN: 978-3-447-39192-4
Sprache: Deutsch
Ausgabe: E-Book
Fachgebiet(e): Altorientalische Sprachen Erscheinungsjahr: 2022
DOI: https://doi.org/10.13173/9783447117210
Publisher: Harrassowitz Verlag
HerausgeberInnen: Eva Cancik-Kirschbaum; Ingo Schrakamp
Reihe: Episteme in Bewegung.: Beiträge zu einer transdisziplinären Wissensgeschichte Band: 25

Format: PDF

Schlagwörter:

Alte Geschichte Altes Testament Altorientalistik Assyrische Reiche Babylonien Hethitisches Reich Keilschrift Linguistik Mesopotamien Schriftsysteme, Alphabete Semitistik Sprachwissenschaft Sumerer Wissenschaftsgeschichte (Sozial- und Geisteswissenschaften) Wissensgeschichte Wissenstransfer