»Viele herrliche Früchte reifen im fernen Süden, aber so wunderschöne goldene tragen nur die Wunderbäume in der Heimat«. Eine Untersuchung zeitgenössischer Abenteuerromane zur kolonialen deutschen Südsee
Während koloniale Abenteuerromane aus der Kaiserzeit mit Schwerpunkt „Afrika“ immer wieder Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen waren, blieben Abenteuer¬romane zur „deutschen Südsee“ bislang so gut wie unbeachtet. Aussagen zur kolonialen Literatur über Afrika wurden – ohne jede nähere Quellenuntersuchung – bedenkenlos auf die Südsee übertragen.
Andre Rank unternimmt anhand eines literarischen Korpus aus 15 kolonialen deutschen Südseeabenteuerromanen erstmals den Versuch, diese Forschungslücke zu schließen. Die Abenteuerromane werden hinsichtlich zahlreicher Themenfelder wie u.a. Nationalismus, Kolonialismus, Militarismus, Rassismus, Toponomastik, Flora und Fauna, kulturelle Aspekte und Initiation im Detail analysiert. Die Resultate stehen in vielen Fällen in starkem Kontrast zur an Afrika ausgerichteten Forschung und belegen, dass eine Gleichsetzung der deutschkolonialen Südsee mit der Afrikas auch im Bereich von Abenteuerromanen nicht zulässig ist. Es gibt auffällige Unterschiede, die selbst vor einer offenen Infragestellung kolonialer Handlungsmuster nicht haltmachen.
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